Darmschleimhauttherapie

Darmbakterien lieben ein saures Milieu

3D Illustration von Bakterien

Die Ernährung hat nicht nur auf die Darmschleimhaut sondern auch auf die Darmflora einen bedeutenden Einfluss. In einer intakten Darmflora werden schädliche Keime in der Regel in Schach gehalten, so dass sie sie gar nicht weiter vermehren können. Bei einem Ungleichgewicht in der Keimbesiedelung können sich umgekehrt schädliche Keime vermehren und so unsere Gesundheit gefährden.

So können beispielsweise bei einem starken Pilzbefall auch andere Organe angegriffen werden.

Milchsauer vergorene Lebensmittel fördern  das Wachstum  gesunder Keime. Sauerkraut, saure Gurken oder auch eingelegte Rote Beete sollten immer wieder auf dem Speiseplan stehen. Nützlich sind auch Nahrungsmittel mit Oligosacchariden. Das sind sogenannte Mehrfachzucker, die aus drei bis neun Einfachzuckermolekülen bestehen. Diese Zuckerkette können von der Verdauung nicht verwertet werden und dienen den Darmbakterien als Nahrung. Oligosaccharide kommen vor allem in Hülsenfrüchten wie Erbsen und Bohnen vor.

Ebenfalls als Nahrung für nützliche Darmbakterien dient Inulin, eine Stärkeart, die vornehmlich in Artischocken oder Chicorée vorkommt aber auch in der Lebensmittelindustrie eingesetzt wird.  Dieser lösliche Ballaststoff hat  in der Nahrungsmittelproduktion viele Vorteile. Inulin kann bei der Zubereitung von Speisen eingesetzt werden um Fett zu reduzieren, es ist wasserbindend und sorgt so für cremig leichte Konsistenz. Sehr empfindliche Personen und Menschen mit einer Kohlenhydratunverträglichkeit sollten aber mit dem Verzehr eher vorsichtig sein. Oligosaccharide und auch Inulin können Blähungen und Krämpfe verursachen.

In Apotheken und Reformhäusern gibt es zusätzlich Präparate zur Darmsanierung. Hier empfehle ich aber grundsätzlich eine Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker. Denn, wenn der Verdacht besteht, dass die Darmflora gestört ist, sollte immer eine Stuhluntersuchung erfolgen, um zu erkennen, wo das Ungleichgewicht besteht. Erst dann kann man mit entsprechenden Präparaten gezielt behandeln.

Für weitere Informationen empfehle ich: http://www.enterosan.de/

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