Abnehmen mit Vernunft

Aufeinander gestapelte Steine in einem ruhigen GewässerRuhepausen stärken den Organismus

Wer die Wirkung des Insulins auf den Stoffwechsel verstanden hat, ahnt vielleicht schon welche Konsequenzen dieses Wissen auf unsere tägliche Ernährung hat.

Die aktuellen, kohlenhydratbetonten  Ernährungsgewohnten zwingen die Bauchspeicheldrüse zur erhöhten Insulinproduktion. Dazu kommt, dass die meisten Menschen gerne zu Zwischenmahlzeiten greifen:  hier ein Stückchen Brot, dort mal ein Plätzchen, die Schale mit Gummibärchen auf dem Schreibtisch, aber auch der Apfel am Nachmittag oder das Gläschen Saft – die Bauchspeicheldrüse arbeitet dauerhaft auf Hochtouren. Wie schon beschrieben: Insulin öffnet unsere Zellen für die Aufnahme von Nährstoffen, das heißt Insulin wirkt letztlich aufbauend auch aufs Fettgewebe.

Solange Insulin in unserem Blutkreislauf zirkuliert, kommen wir in keinen Fettabbau, Insulin hält die Türen für den Einbau einladend offen.

Wichtig ist es, regelmäßige Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Mahlzeiten auszulassen, hat nur den Effekt, dass irgendwann der unkontrollierte Hunger kommt, und man dann in der Regel mehr isst als gewollt.


Zwischen den Mahlzeiten sollte eine lange Pause liegen. Am besten wird auch das Obst zu den Mahlzeiten gegessen. Die Vermeidung von Zwischenmahlzeiten bewirkt eine Senkung des Blutzucker- und Insulinspiegel.  Erst jetzt ist die Fettverbrennung aktiv. Etwa drei bis vier Stunden benötigt der Körper, bis er eine Mahlzeit verdaut hat und der Insulinspiegel wirklich abgesunken ist. In den Stunden danach lebt er dann von seinen Reserven. Das bedeutet: nur wenn wir zwischen den Mahlzeiten mehr als drei bis vier Stunden nichts essen, hat der Körper überhaupt eine Chance, Fettpölsterchen abzubauen.

Wenn viel Gewicht reduziert werden muss, gelingt das am besten, wenn man abends auf die Kohlenhydrate weitgehend verzichtet. Also möglichst kein oder nur wenig Brot. Durch diese Kost, bleibt der Insulinspiegel niedrig, so dass der
Stoffwechsel in der Nacht an die Fettreserven gehen kann.

Ein wunderbarer Nebeneffekt dieser „Drei-Mahlzeiten-Strategie“ ist das plötzlich Hunger und Sättigung wieder ganz bewusst wahrgenommen werden. Und falls das Hungergefühl mal zu schnell kommt, auch ein Glas Wasser oder ein ungesüßter Tee können Körper und Seele wunderbar beruhigen.

Viele werden jetzt denken: „Nie wieder einen Eisbecher oder ein Stückchen Kuchen zum Kaffee?“ Nein so ist es nicht. Nur muss es wirklich jeden Tag ein Stück Kuchen sein? Wer sich 4-5 Tage in der Woche an die Regeln hält, darf sich dann auch mal die Zwischenmahlzeit oder das Gläschen Wein oder Bier am Abend gönnen.

Und wenn der Süßhunger mal gar zu groß ist, genießen Sie doch einfach ein paar Stückchen Schokolade als Nachspeise und gönnen Sie dem Stoffwechsel anschließend wieder ein paar Stunden Pause.

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